Bodnaraschyk Serhij
- Status
- Inhaftiert
- Geschlecht
- Männlich
- Haftstatus
- Inhaftiert
Festnahme: Im Oktober 2024 wurde Serhij Borysowytsch Bodnaraschyk, ein Bewohner von Sewastopol, von Mitarbeitern des russischen FSB festgenommen. Laut russischen Ermittlungen soll er von Januar bis Oktober 2023 den ukrainischen Geheimdiensten Fotos und Informationen über die Standorte russischer Militärtechnik und -objekte in Sewastopol übermittelt haben. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren nach Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Landesverrat“) eingeleitet. Menschenrechtsorganisationen betonen, dass der Fall politischer Natur ist und die Verfolgung unter den Bedingungen der Besetzung der Krim stattfindet, wo die russischen Behörden den Artikel über „Landesverrat“ aktiv gegen ukrainische Bürger anwenden.
Urteil: Am 22. August 2025 verurteilte das von Russland kontrollierte Stadtgericht Sewastopol Serhij Bodnaraschyk zu 14 Jahren Haft in einer Strafkolonie mit strengem Regime. Zusätzlich zur Hauptstrafe verhängte das Gericht 1 Jahr Freiheitsbeschränkung nach der Entlassung und eine Geldstrafe von 200.000 russischen Rubel. Zum Zeitpunkt der letzten Berichte war das Urteil aufgrund einer Berufung noch nicht rechtskräftig.
Biografie
Festnahme: Im Oktober 2024 wurde Serhij Borysowytsch Bodnaraschyk, ein Bewohner von Sewastopol, von Mitarbeitern des russischen FSB festgenommen. Laut russischen Ermittlungen soll er von Januar bis Oktober 2023 den ukrainischen Geheimdiensten Fotos und Informationen über die Standorte russischer Militärtechnik und -objekte in Sewastopol übermittelt haben. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren nach Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Landesverrat“) eingeleitet. Menschenrechtsorganisationen betonen, dass der Fall politischer Natur ist und die Verfolgung unter den Bedingungen der Besetzung der Krim stattfindet, wo die russischen Behörden den Artikel über „Landesverrat“ aktiv gegen ukrainische Bürger anwenden.
Urteil: Am 22. August 2025 verurteilte das von Russland kontrollierte Stadtgericht Sewastopol Serhij Bodnaraschyk zu 14 Jahren Haft in einer Strafkolonie mit strengem Regime. Zusätzlich zur Hauptstrafe verhängte das Gericht 1 Jahr Freiheitsbeschränkung nach der Entlassung und eine Geldstrafe von 200.000 russischen Rubel. Zum Zeitpunkt der letzten Berichte war das Urteil aufgrund einer Berufung noch nicht rechtskräftig.
Serhij Borysowytsch Bodnaraschyk wurde am 13. Oktober 1978 geboren und lebte in Sewastopol.
Nach der Festnahme wurde Serhij Bodnaraschyk in Untersuchungshaft genommen. Die russische Seite behauptete, er habe angeblich freiwillig mit den ukrainischen Geheimdiensten zusammengearbeitet und militärische Informationen über Messenger übermittelt. Diese Behauptungen können nicht unabhängig überprüft werden, da die Unterlagen des Falls nicht öffentlich zugänglich waren und das Gerichtsverfahren ohne öffentlichen Zugang stattfand. Aus diesem Grund fordern ukrainische und internationale Menschenrechtsorganisationen, die offizielle Version der russischen Ermittlungen kritisch zu betrachten.
Während der Verhandlung fanden die Gerichtsverhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Daher hatten unabhängige Journalisten und Menschenrechtler keine Möglichkeit, die Anklagematerialien zu überprüfen oder zu bewerten, ob die Standards eines fairen Verfahrens eingehalten wurden. Es ist nur bekannt, dass die russischen Ermittlungen Serhij Bodnaraschyk die Übermittlung von Informationen über militärische Objekte in Sewastopol an die ukrainischen Geheimdienste vorwarfen. Die Verteidigung und die Details der Position des Angeklagten wurden in offenen Quellen kaum beleuchtet.
Am 22. August 2025 verurteilte das von Russland kontrollierte Stadtgericht Sewastopol Serhij Bodnaraschyk zu 14 Jahren Haft in einer Strafkolonie mit strengem Regime. Zusätzlich verhängte das Gericht 1 Jahr Freiheitsbeschränkung nach der Entlassung und eine Geldstrafe von 200.000 russischen Rubel.
Stand 5. Juli 2026 befindet sich Serhij Bodnaraschyk weiterhin in rechtswidriger Haft. Ukrainische und internationale Menschenrechtsorganisationen überwachen weiterhin seinen Fall und fordern die Einhaltung der Normen des internationalen humanitären Rechts für Zivilpersonen, die in den vorübergehend besetzten Gebieten leben.
Verwendete Informationen aus offenen Quellen: ZMINA, KrimSOS, Vertretung des Präsidenten der Ukraine in der Autonomen Republik Krim, Radio Svoboda, Ukrinform, Suspilne Krim.
Aktualisierungsdatum: 06.07.2026.