Bondarashyk Serhij
- Status
- Inhaftiert
- Geschlecht
- Männlich
- Haftstatus
- Inhaftiert
Festnahme: Im August 2025 wurde der 45-jährige Einwohner von Sewastopol, Serhij Bondarashyk, von den Besatzungsbehörden festgenommen. Ihm wurde „Landesverrat“ vorgeworfen, da er angeblich den ukrainischen Geheimdiensten Informationen und Fotos über die Standorte russischer Militärtechnik übermittelt habe.
Urteil: Am 22. August 2025 verurteilte das Besatzungsgericht von Sewastopol Serhij Bondarashyk zu 14 Jahren Haft in einer Strafkolonie mit strengem Regime, einem Jahr Freiheitsbeschränkung nach der Entlassung und einer Geldstrafe von 200.000 russischen Rubel. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Berufung läuft.
Biografie
Festnahme: Im August 2025 wurde der 45-jährige Einwohner von Sewastopol, Serhij Bondarashyk, von den Besatzungsbehörden festgenommen. Ihm wurde „Landesverrat“ vorgeworfen, da er angeblich den ukrainischen Geheimdiensten Informationen und Fotos über die Standorte russischer Militärtechnik übermittelt habe.
Urteil: Am 22. August 2025 verurteilte das Besatzungsgericht von Sewastopol Serhij Bondarashyk zu 14 Jahren Haft in einer Strafkolonie mit strengem Regime, einem Jahr Freiheitsbeschränkung nach der Entlassung und einer Geldstrafe von 200.000 russischen Rubel. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Berufung läuft.
Serhij Bondarashyk wurde am 13. Oktober 1978 geboren. Vor seiner Festnahme lebte er in Sewastopol. In öffentlichen Quellen gibt es keine detaillierten Informationen über seine Ausbildung, berufliche Tätigkeit, Familienstand oder Biografie vor der strafrechtlichen Verfolgung.
Der Fall von Serhij Bondarashyk wurde 2024 bekannt, als die Besatzungsbehörden das Ende der Voruntersuchung und die Übergabe der Unterlagen an das sogenannte Stadtgericht von Sewastopol bekannt gaben. Die russische Seite beschuldigte ihn des Landesverrats gemäß Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation.
Laut der russischen Untersuchung soll Serhij Bondarashyk von Januar bis Oktober 2023 über den Messenger Telegram Fotos und Informationen über die Standorte russischer Militäreinheiten, Luftverteidigungssysteme und anderer militärischer Objekte auf der vorübergehend besetzten Krim an Vertreter der ukrainischen Geheimdienste übermittelt haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Behauptungen fand nicht statt, und die Akten des Falls blieben der Öffentlichkeit verschlossen.
Nach der Festnahme wurde Serhij Bondarashyk in Untersuchungshaft genommen. Informationen über seine Haftbedingungen, seinen Gesundheitszustand oder mögliche Verletzungen seiner Rechte während der Untersuchung sind in öffentlichen Quellen kaum vorhanden. Menschenrechtsorganisationen betonen, dass in sogenannten „Landesverratsfällen“ russische Gerichte meist geschlossene Sitzungen abhalten und der Zugang zu den Strafakten erheblich eingeschränkt ist. Dies verhindert eine unabhängige Kontrolle der Einhaltung des Rechts auf ein faires Verfahren.
Am 22. August 2025 wurde Serhij Bondarashyk vom Besatzungsgericht für schuldig befunden und zu 14 Jahren in einer Strafkolonie mit strengem Regime, einem Jahr Freiheitsbeschränkung nach der Hauptstrafe und einer Geldstrafe von 200.000 Rubel verurteilt. Das Menschenrechtsprojekt „Unterstützung für politische Gefangene. Memorial“ hat ihn in die Liste der Personen aufgenommen, deren strafrechtliche Verfolgung Anzeichen politischer Motivation und erheblicher Verletzungen des Rechts auf ein faires Verfahren aufweist.
Am 17. Juli 2026 befand sich Serhij Bondarashyk weiterhin in Haft. In öffentlichen Quellen gibt es keine Informationen über das Ergebnis der Berufungsüberprüfung des Urteils oder den Ort seiner weiteren Strafverbüßung.
Verwendete Informationen aus öffentlichen Quellen: Suspilne Krym, Krimtatarisches Ressourcen-Zentrum, Menschenrechtsprojekt „Unterstützung für politische Gefangene. Memorial“.
Aktualisierungsdatum: 17.07.2026.