Bodnar Wolodymyr

Persönliche Akte

Bodnar Wolodymyr

Status
Inhaftiert
Geschlecht
Männlich
Haftstatus
Inhaftiert

Festnahme: Im Februar 2024 wurde der ukrainische Staatsbürger Wolodymyr Bodnar von russischen Sicherheitskräften auf der besetzten Krim festgenommen. Er wurde der dritte Beschuldigte in einem Fall, in dem die russische Seite behauptete, ein Attentat auf den von Russland eingesetzten „Chef“ der besetzten Krim, Sergej Aksjonow, vorbereitet zu haben. Zusammen mit Bodnar wurden Wolodymyr Ananjew und Oksana Schewtschenko in diesem Fall genannt. Unabhängig die Behauptungen der russischen Ermittlungen zu überprüfen, ist nicht möglich.

Urteil: Am 23. Juni 2025 verurteilte das Südliche Militärgericht in Rostow am Don den 51-jährigen Wolodymyr Bodnar zu 13 Jahren Freiheitsstrafe. Die ersten drei Jahre soll er im Gefängnis verbringen, die folgenden zehn in einer Strafkolonie mit strengem Regime. Außerdem wurde ihm eine Geldstrafe von 500.000 Rubel auferlegt. Die russische Seite erklärte ihn für schuldig der Vorbereitung eines...

Biografie

Festnahme: Im Februar 2024 wurde der ukrainische Staatsbürger Wolodymyr Bodnar von russischen Sicherheitskräften auf der besetzten Krim festgenommen. Er wurde der dritte Beschuldigte in einem Fall, in dem die russische Seite behauptete, ein Attentat auf den von Russland eingesetzten „Chef“ der besetzten Krim, Sergej Aksjonow, vorbereitet zu haben. Zusammen mit Bodnar wurden Wolodymyr Ananjew und Oksana Schewtschenko in diesem Fall genannt. Unabhängig die Behauptungen der russischen Ermittlungen zu überprüfen, ist nicht möglich.

Urteil: Am 23. Juni 2025 verurteilte das Südliche Militärgericht in Rostow am Don den 51-jährigen Wolodymyr Bodnar zu 13 Jahren Freiheitsstrafe. Die ersten drei Jahre soll er im Gefängnis verbringen, die folgenden zehn in einer Strafkolonie mit strengem Regime. Außerdem wurde ihm eine Geldstrafe von 500.000 Rubel auferlegt. Die russische Seite erklärte ihn für schuldig der Vorbereitung eines Terrorakts und des illegalen Umgangs mit Sprengstoffen.

Wolodymyr Bodnar ist ukrainischer Staatsbürger, 51 Jahre alt und stammt aus der Region Saporischschja. In offenen unabhängigen Quellen gibt es wenig Informationen über sein Leben vor der Festnahme. Bekannt ist, dass er nach Beginn der russischen Besetzung der Krim Verbindungen zur Halbinsel aufrechterhielt und sich dort aufhielt, als er ins Visier der russischen Geheimdienste geriet.

Die russische Ermittlung behauptete, Bodnar habe zusammen mit Wolodymyr Ananjew und Oksana Schewtschenko ein Attentat auf Sergej Aksjonow vorbereitet. Laut FSB-Version versteckten die Beschuldigten 2023 einen Sprengsatz in einem Auto und reisten im Mai desselben Jahres auf die Krim, um ein Versteck in einer Garage einzurichten. Die russische Seite behauptete auch, dass Bodnar im Januar 2024 von Simferopol nach Henitschesk reiste, um angeblich Pakete mit Mobiltelefonen und einem Zünder abzuholen.

Diese Behauptungen sind die Version der russischen Ermittlungen und des Gerichts. Radio Svoboda betont, dass es nicht möglich ist, die Behauptungen der russischen Strafverfolgungsbehörden und des Gerichts zu den Umständen des Falls unabhängig zu überprüfen. Daher sollte im Profil die Beschreibung der Attentatsvorbereitung nicht als feststehende Tatsache dargestellt werden.

Der Fall Bodnar wurde zunächst zusammen mit den Fällen anderer Beschuldigter behandelt, jedoch wurde das Verfahren im März 2025 in ein separates Gerichtsverfahren aufgeteilt. Die Verhandlung in seinem Fall war für den 31. März angesetzt.

Ende März 2025 bekannte sich Bodnar laut russischen Medienberichten schuldig und schloss eine Vorverfahrensvereinbarung zur Zusammenarbeit mit den Ermittlungen. Diese Informationen wurden auch von ukrainischen Medien unter Berufung auf Materialien der russischen Seite gemeldet.

Am 23. Juni 2025 erließ das russische Militärgericht ein Schuldspruch. Bodnar erhielt 13 Jahre Freiheitsstrafe, von denen er die ersten drei Jahre im Gefängnis und die restlichen zehn in einer Strafkolonie mit strengem Regime verbringen soll. Darüber hinaus wurde ihm eine Geldstrafe von 500.000 Rubel auferlegt.

Ukrainische und unabhängige Menschenrechtsquellen betrachten den Fall im Kontext der systematischen Verfolgung ukrainischer Staatsbürger auf der besetzten Krim. Gleichzeitig ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die politische Motivation im Fall Bodnar von Menschenrechtsorganisationen attribuiert werden sollte und nicht als gerichtlich festgestellte Tatsache dargestellt werden darf.

Stand 20. August 2026 verbüßt Wolodymyr Bodnar die vom russischen Gericht verhängte Strafe von 13 Jahren Freiheitsentzug. Die ersten drei Jahre sind im Gefängnis zu verbüßen, die folgenden zehn in einer Strafkolonie mit strengem Regime; zudem wurde ihm eine Geldstrafe von 500.000 Rubel auferlegt. Unabhängig die von Russland erhobenen Anklagen zu bestätigen, ist nicht möglich.

Verwendete Informationen aus offenen Quellen: Vertretung des Präsidenten der Ukraine in der Autonomen Republik Krim, Suspilne Krim, Radio Svoboda (Krim.Realii), Krim-Menschenrechtsgruppe.

Aktualisierungsdatum: 20.08.2026