Bilousova Marina
- Status
- Inhaftiert
- Geschlecht
- Weiblich
- Haftstatus
- Inhaftiert
Festnahme: Am 27. Mai 2025 wurde Marina Henrichiwna Bilousowa, eine Bewohnerin der Stadt Prymorsk in der Region Saporischschja, die auf dem vorübergehend besetzten Gebiet lebte, von russischen Sicherheitskräften festgenommen. Laut russischen Ermittlungen soll sie im Januar 2024 eine Geldüberweisung zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte getätigt haben. Gegen sie wurde ein Strafverfahren nach Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Landesverrat“) eingeleitet. Menschenrechtsorganisationen betonen, dass Russland rechtswidrig sein Strafrecht auf ukrainische Bürger anwendet, die in besetzten Gebieten leben, und dass der Fall politisch motiviert ist.
Urteil: Im Dezember 2025 verurteilte ein illegal eingerichtetes russisches Gericht auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Region Saporischschja Marina Bilousowa wegen „Landesverrats“ zu 12 Jahren und 6 Monaten Freiheitsentzug in einer Strafkolonie des allgemeinen Regimes.

Biografie
Festnahme: Am 27. Mai 2025 wurde Marina Henrichiwna Bilousowa, eine Bewohnerin der Stadt Prymorsk in der Region Saporischschja, die auf dem vorübergehend besetzten Gebiet lebte, von russischen Sicherheitskräften festgenommen. Laut russischen Ermittlungen soll sie im Januar 2024 eine Geldüberweisung zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte getätigt haben. Gegen sie wurde ein Strafverfahren nach Artikel 275 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Landesverrat“) eingeleitet. Menschenrechtsorganisationen betonen, dass Russland rechtswidrig sein Strafrecht auf ukrainische Bürger anwendet, die in besetzten Gebieten leben, und dass der Fall politisch motiviert ist.
Urteil: Im Dezember 2025 verurteilte ein illegal eingerichtetes russisches Gericht auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Region Saporischschja Marina Bilousowa wegen „Landesverrats“ zu 12 Jahren und 6 Monaten Freiheitsentzug in einer Strafkolonie des allgemeinen Regimes.
Marina Henrichiwna Bilousowa wurde am 10. Oktober 1964 geboren. Vor ihrer Festnahme lebte sie in Prymorsk, Region Saporischschja. In öffentlichen Quellen gibt es kaum Informationen über ihre berufliche Tätigkeit oder ihr gesellschaftliches Engagement vor der strafrechtlichen Verfolgung. Es ist bekannt, dass sie eine zivile Bewohnerin des besetzten Gebiets ist, keine staatlichen Positionen innehatte und nicht an militärischen Formationen beteiligt war. Daher betrachten Menschenrechtsorganisationen ihren Fall als Beispiel für die Verfolgung gewöhnlicher ukrainischer Bürger wegen Unterstützung ihres eigenen Staates.
Nach der Festnahme wurde Marina Bilousowa in Gewahrsam genommen. Die russische Anklage behauptete, sie habe Gelder für die Bedürfnisse der ukrainischen Streitkräfte überwiesen, was als Tätigkeit gegen die „Sicherheit der Russischen Föderation“ angesehen wurde. Ukrainische Menschenrechtsorganisationen betonen, dass die Besatzungsbehörden systematisch Anklagen wegen „Landesverrats“ nutzen, um Bewohner der besetzten Gebiete der Ukraine strafrechtlich zu verfolgen.
Während des Gerichtsverfahrens basierte die Anklage auf der Behauptung einer Geldüberweisung zugunsten der ukrainischen Streitkräfte. Menschenrechtsorganisationen weisen darauf hin, dass Russland keine rechtliche Grundlage hat, den Artikel über „Landesverrat“ auf ukrainische Bürger anzuwenden, die auf vorübergehend besetztem Gebiet leben. Darüber hinaus verbietet das internationale humanitäre Recht der Besatzungsmacht, ihr Strafrecht der Bevölkerung des besetzten Gebiets aufzuzwingen, außer in engen Ausnahmefällen, die in diesem Fall nicht zutreffen.
Im Dezember 2025 verurteilte ein illegal eingerichtetes Gericht der Besatzungsbehörden Marina Bilousowa zu 12 Jahren und 6 Monaten Freiheitsentzug in einer Strafkolonie des allgemeinen Regimes. Nach der Urteilsverkündung blieb sie in Haft für die weitere Überstellung. Menschenrechtsorganisationen betonen, dass der Fall ohne Garantien eines unabhängigen und fairen Verfahrens behandelt wurde und das Urteil politischen Charakter hat.
Der Fall von Marina Bilousowa zeigt eine Tendenz, die sich nach Beginn der umfassenden russischen Invasion verstärkt hat: Immer häufiger werden nicht Aktivisten oder Journalisten, sondern gewöhnliche zivile Bewohner der besetzten Gebiete strafrechtlich verfolgt. Die russischen Behörden nutzen Anklagen wegen „Landesverrats“ als Instrument zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Unterdrückung jeglicher Unterstützung für die Ukraine.
Am 5. Juli 2026 befand sich Marina Bilousowa weiterhin rechtswidrig in Haft.
Verwendete Informationen aus offenen Quellen: ZMINA, KrimSOS, Vertretung des Präsidenten der Ukraine in der Autonomen Republik Krim, Radio Svoboda, Ukrinform, Gefangen in Russland.
Foto: Suspilne Saporischschja.
Aktualisierungsdatum: 06.07.2026.