Mangubi Sacha

Persönliche Akte

Mangubi Sacha

Status
Inhaftiert
Geschlecht
Weiblich
Haftstatus
Inhaftiert

Festnahme: Am 2. November 2024 drangen fünf maskierte Männer in das Haus von Sacha Mangubi ein.

Urteil: Bis zum 19. Juli 2026 gibt es in offenen, überprüften Quellen kein Urteil. Die Russische Föderation beschuldigt Sacha Mangubi des „Hochverrats“ (Art. 275 StGB RF). Menschenrechtsorganisationen betonen, dass der Fall politisch motiviert ist und die Frau über fünfzehn Monate illegal in Incommunicado-Haft ohne offizielle Bestätigung der Festnahme gehalten wurde.

Мангубі Саха

Biografie

Festnahme: Am 2. November 2024 drangen fünf maskierte Männer in das Haus von Sacha Mangubi ein.

Urteil: Bis zum 19. Juli 2026 gibt es in offenen, überprüften Quellen kein Urteil. Die Russische Föderation beschuldigt Sacha Mangubi des „Hochverrats“ (Art. 275 StGB RF). Menschenrechtsorganisationen betonen, dass der Fall politisch motiviert ist und die Frau über fünfzehn Monate illegal in Incommunicado-Haft ohne offizielle Bestätigung der Festnahme gehalten wurde.

Sacha Mangubi wurde am 28. Januar 2000 geboren. Sie gehört dem karäischen Volk an, einem der indigenen Völker der Krim. Vor ihrer Festnahme lebte sie im besetzten Gebiet der Krim und zog zwei kleine Kinder groß. In offenen Quellen gibt es keine Informationen über ihre berufliche Tätigkeit, jedoch ist bekannt, dass sie Zivilistin war und nicht an militärischen Formationen teilnahm.

Am 2. November 2024 drangen fünf maskierte Männer in das Haus von Sacha Mangubi ein. Zeugen berichteten, dass sie über den Zaun sprangen, mehrere Stunden eine Durchsuchung durchführten und die Frau dann in unbekannte Richtung mitnahmen. Der Familie wurden keine Dokumente über die Festnahme ausgehändigt. Sachas Mutter wandte sich mit einer Entführungsanzeige an die Besatzungspolizei, jedoch wurde die Eröffnung eines Verfahrens abgelehnt und ihr geraten, sich an den FSB zu wenden. Gleichzeitig bestritt der FSB über einen längeren Zeitraum die Festnahme der Frau.

Nach der Entführung wurde Sacha Mangubi fast 15 Monate in Incommunicado-Haft gehalten. Die Familie wusste nicht, wo sie sich befand, konnte keine Pakete schicken oder ein Treffen mit einem unabhängigen Anwalt arrangieren. Menschenrechtsaktivisten betonten wiederholt, dass das gewaltsame Verschwindenlassen einer Person und ihre Inhaftierung ohne offiziellen prozessualen Status eine grobe Verletzung des internationalen humanitären Rechts darstellt und als Kriegsverbrechen angesehen werden kann.

Erst Anfang 2026 wurde bekannt, dass Sacha im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in Simferopol festgehalten wurde. Ende Januar wählte das Besatzungsgericht eine Untersuchungshaft als vorbeugende Maßnahme und erhob offiziell Anklage wegen sogenanntem „Hochverrat“. Menschenrechtsaktivisten weisen darauf hin, dass die Frau bis zu diesem Zeitpunkt über ein Jahr lang faktisch ohne jegliche prozessuale Garantien war.

Im April 2026 berichtete die Menschenrechtsinitiative „Tribunal. Krim-Episode“, dass russische Ermittler Sacha Mangubi zu einer stationären Zwangspsychiatrischen Untersuchung geschickt haben. Dadurch konnte sie an einer der Gerichtsverhandlungen zur Verlängerung der Untersuchungshaft nicht teilnehmen. Menschenrechtsaktivisten werteten solche Maßnahmen als zusätzlichen Druck auf die politische Gefangene und betonten, dass solche Praktiken internationalen Standards zum Schutz der Menschenrechte widersprechen.

Bis zum 19. Juli 2026 bleibt Sacha Mangubi in Haft. Es gibt keine Informationen über ein Urteil oder ihre Freilassung in offenen, überprüften Quellen. Ihr Fall bleibt eines der aufsehenerregendsten Beispiele für gewaltsames Verschwindenlassen und politisch motivierte Verfolgung von Zivilisten im besetzten Krimgebiet.

Verwendete Informationen aus offenen Quellen: Suspilne Krim, ZMINA, Menschenrechtsinitiative „Tribunal. Krim-Episode“, Memorial „Unterstützung für politische Gefangene“, Hromadske, Ukrinform.

Foto: ZMINA.

Aktualisierungsdatum: 19.07.2026.