Djakunowska Tetjana

Persönliche Akte

Djakunowska Tetjana

Status
Inhaftiert
Geschlecht
Weiblich
Haftstatus
Inhaftiert

Festnahme: Am 14. August 2024 führten FSB-Mitarbeiter in dem annektierten Sewastopol eine Durchsuchung bei der 41-jährigen Einheimischen Tetjana Djakunowska durch. Nach der Durchsuchung wurde sie in unbekannte Richtung gebracht, und ihre Familie wusste mehrere Monate lang nicht, wo sie sich befindet.

Später stellte sich heraus, dass die Krim-Bewohnerin mehrere Monate in Isolationshaft im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in Simferopol festgehalten wurde. Ihr wurde Landesverrat vorgeworfen. Details sind unbekannt.

Urteil: Bis zum 18. Juli 2026 liegt kein Urteil vor. Tetjana Djakunowska befindet sich in Haft. Die Russische Föderation beschuldigt sie gemäß Artikel 275 des Strafgesetzbuches der RF („Landesverrat“). Menschenrechtsorganisationen betrachten den Fall als politisch motiviert.

Дякуновська Тетяна

Biografie

Festnahme: Am 14. August 2024 führten FSB-Mitarbeiter in dem annektierten Sewastopol eine Durchsuchung bei der 41-jährigen Einheimischen Tetjana Djakunowska durch. Nach der Durchsuchung wurde sie in unbekannte Richtung gebracht, und ihre Familie wusste mehrere Monate lang nicht, wo sie sich befindet.

Später stellte sich heraus, dass die Krim-Bewohnerin mehrere Monate in Isolationshaft im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in Simferopol festgehalten wurde. Ihr wurde Landesverrat vorgeworfen. Details sind unbekannt.

Urteil: Bis zum 18. Juli 2026 liegt kein Urteil vor. Tetjana Djakunowska befindet sich in Haft. Die Russische Föderation beschuldigt sie gemäß Artikel 275 des Strafgesetzbuches der RF („Landesverrat“). Menschenrechtsorganisationen betrachten den Fall als politisch motiviert.

Tetjana Wolodymyriwna Djakunowska wurde am 18. Dezember 1982 geboren. Sie ist ukrainische Staatsbürgerin und lebt in Sewastopol. In öffentlichen Quellen gibt es keine bestätigten Informationen über ihre Ausbildung, berufliche Tätigkeit oder ihren Familienstand.

Am 14. August 2024 führten FSB-Mitarbeiter eine Durchsuchung in der Wohnung von Tetjana Djakunowska im besetzten Sewastopol durch. Nach der Durchsuchung wurde sie wegen Verdachts auf „Landesverrat“ festgenommen. Unmittelbar danach brach der Kontakt zu ihr vollständig ab. Die Angehörigen erhielten keine offiziellen Informationen über ihren Aufenthaltsort oder ihren Verfahrensstatus.

In den folgenden neunzehn Monaten befand sich Tetjana in Isolationshaft. Ihre Familie wandte sich wiederholt an die Polizei, die Staatsanwaltschaft, das Ermittlungskomitee und den FSB Russlands mit Anfragen zu ihrem Aufenthaltsort. Auf alle Anfragen gab es formelle Antworten, dass angeblich keine Strafverfahren gegen sie existieren oder dass die zuständigen Behörden keine Informationen über ihren Aufenthaltsort haben. Eine solche Praxis wird von Menschenrechtlern als erzwungenes Verschwindenlassen angesehen.

Erst im Frühjahr 2026 berichtete die Menschenrechtlerin Zarema Barijewa, dass Tetjana Djakunowska gefunden wurde. Es stellte sich heraus, dass sie die ganze Zeit illegal im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in Simferopol festgehalten wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurde bekannt, dass die russischen Behörden ihr offiziell Artikel 275 des Strafgesetzbuches der RF („Landesverrat“) vorwerfen, der eine Strafe von 12 bis 20 Jahren Freiheitsentzug oder lebenslange Haft vorsieht.

Das Krimtatarische Ressourcen-Zentrum betont, dass der Fall von Tetjana Djakunowska ein Beispiel für die systematische Praxis der illegalen Inhaftierung ukrainischer Bürger in völliger Isolation von der Außenwelt ist. Laut Menschenrechtlern beraubt eine solche Praxis die Person der Möglichkeit, rechtzeitig rechtliche Hilfe zu erhalten, den Kontakt zur Familie aufrechtzuerhalten und ihre Rechte zu verteidigen. Solche Fälle werden zunehmend auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Krim dokumentiert.

Bis zum 18. Juli 2026 gibt es in öffentlichen Quellen keine Informationen über die Übergabe des Falls an das Gericht, den Beginn des Gerichtsverfahrens oder die Verkündung eines Urteils. Tetjana Djakunowska bleibt in Haft, und ihr Fall wird von ukrainischen und internationalen Menschenrechtsorganisationen überwacht.

Verwendete Informationen aus öffentlichen Quellen: Krimtatarisches Ressourcen-Zentrum, Suspilne Krim, Krim SOS, Vertretung des Präsidenten der Ukraine in der Autonomen Republik Krim, Menschenrechtsprojekt „Unterstützung für politische Gefangene. Memorial“.

Foto: Krimtatarisches Ressourcen-Zentrum.

Aktualisierungsdatum: 18.07.2026.