Buyukcan Hatidze
- Status
- Inhaftiert
- Geschlecht
- Weiblich
- Haftstatus
- Inhaftiert
Festnahme: Am 6. Mai 2025 wurde Hatidze entführt und über zwei Monate an einem unbekannten Ort festgehalten. Am 14. Juli 2025 meldete der FSB ihre Festnahme wegen Anklage nach Art. 275 StGB RF (Hochverrat) und Art. 205 StGB RF (Vorbereitung eines Terroranschlags).
Urteil: Stand 17. Juli 2026 liegt kein Urteil vor. Hatidze Buyukcan befindet sich in Haft. Die Russische Föderation wirft ihr „Hochverrat“, „Vorbereitung eines Terroranschlags“ sowie Straftaten im Zusammenhang mit dem illegalen Umgang mit Sprengstoffen vor. Menschenrechtsorganisationen betrachten den Fall als politisch motiviert und berichten von schweren Menschenrechtsverletzungen.

Biografie
Festnahme: Am 6. Mai 2025 wurde Hatidze entführt und über zwei Monate an einem unbekannten Ort festgehalten. Am 14. Juli 2025 meldete der FSB ihre Festnahme wegen Anklage nach Art. 275 StGB RF (Hochverrat) und Art. 205 StGB RF (Vorbereitung eines Terroranschlags).
Urteil: Stand 17. Juli 2026 liegt kein Urteil vor. Hatidze Buyukcan befindet sich in Haft. Die Russische Föderation wirft ihr „Hochverrat“, „Vorbereitung eines Terroranschlags“ sowie Straftaten im Zusammenhang mit dem illegalen Umgang mit Sprengstoffen vor. Menschenrechtsorganisationen betrachten den Fall als politisch motiviert und berichten von schweren Menschenrechtsverletzungen.
Hatidze Mustafajewna Buyukcan wurde am 10. Oktober 2000 geboren. Sie ist Krimtatarin und ukrainische Staatsbürgerin. Vor ihrer Festnahme lebte sie in der Stadt Staryj Krym. In offenen Quellen wird erwähnt, dass sie sich für Cosplay und Perlenstickerei interessierte. Vor Beginn der Verfolgung war sie nicht als öffentliche oder politische Aktivistin bekannt.
Am Morgen des 6. Mai 2025 fuhr Hatidze mit dem Bus von Staryj Krym nach Simferopol. Danach brach der Kontakt zu ihr vollständig ab. Das Telefon antwortete nicht mehr, und die Angehörigen konnten ihren Aufenthaltsort nicht feststellen. Bereits am nächsten Tag wurde bekannt, dass russische Sicherheitskräfte das Mädchen festgenommen hatten, jedoch gaben die Besatzungsbehörden nicht bekannt, wo sie sich befindet und aus welchen Gründen sie ihrer Freiheit beraubt wurde.
KrimSOS erklärte, dass diese Situation alle Merkmale eines gewaltsamen Verschwindens aufweist. Menschenrechtsaktivisten betonten, dass Vertreter der Besatzungssicherheitskräfte an der Festnahme beteiligt waren und danach Informationen über das Schicksal und den Aufenthaltsort von Hatidze verheimlichten, wodurch sie faktisch ohne rechtlichen Schutz blieb. Solche Handlungen widersprechen den Normen des Völkerrechts und stellen eine der schwerwiegendsten Formen von Menschenrechtsverletzungen dar.
Fast 70 Tage lang wusste die Familie nicht, wo sich Hatidze befand. Erst im Juli 2025 veröffentlichte der russische Inlandsgeheimdienst ein Video mit der Festgenommenen, auf dem sie einen vorbereiteten Text vorliest. Menschenrechtsaktivisten betonten, dass solche Aufnahmen oft unter physischem oder psychologischem Druck entstehen. Laut Vertretern des Krimtatarischen Ressourcen-Zentrums befand sich das Mädchen die ganze Zeit in einem Untersuchungsgefängnis, und ihre Familie bat darum, keine Informationen preiszugeben, aus Angst um ihre Sicherheit.
Nach dem Auftauchen von Hatidze meldeten die russischen Sicherheitsstrukturen neue Anklagen. Ihr wurde die Vorbereitung eines Terroranschlags auf einen russischen Soldaten, der illegale Umgang mit Sprengstoffen und „Hochverrat“ nach Artikel 275 des Strafgesetzbuches der RF vorgeworfen. Menschenrechtsaktivisten betonen, dass es keine unabhängige Überprüfung dieser Behauptungen gibt und der Gerichtsprozess ohne angemessene Transparenz und öffentliche Kontrolle stattfindet.
Im Juli 2025 verlängerte das Besatzungsgericht die Haft von Hatidze Buyukcan. Später wurde sie in das Untersuchungsgefängnis Nr. 3 in der Region Rostow der Russischen Föderation überstellt, wo sie weiterhin in Haft bleibt. Menschenrechtsorganisationen haben sie in die Liste der Personen aufgenommen, die politisch motivierter Verfolgung ausgesetzt sind, und betonen, dass ihr sogar lebenslange Haft drohen könnte.
Der Fall Hatidze Buyukcan wurde zum Symbol für die Verschärfung der Repressionen gegen Frauen im vorübergehend besetzten Krim. KrimSOS stellt fest, dass die Besatzungsbehörden in den letzten Jahren zunehmend besonders schwere Anklagen gegen krimtatarische Frauen erheben, darunter „Terrorismus“ und „Hochverrat“, für die lebenslange Haft vorgesehen ist. Menschenrechtsaktivisten fordern die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Freilassung aller unrechtmäßig inhaftierten ukrainischen Bürger zu erreichen.
Verwendete Informationen aus offenen Quellen: Krimtatarisches Ressourcen-Zentrum, KrimSOS, Suspilne Krim, Radio Svoboda (Krim.Realii), Ukrainische Prawda.
Foto: Krimtatarisches Ressourcen-Zentrum.
Aktualisierungsdatum: 17.07.2026