Veliljajew Resul
- Status
- Freigelassen
- Geschlecht
- Männlich
- Haftstatus
- Freigelassen
Festnahme: Am 26. April 2018 führten russische Sicherheitskräfte umfangreiche Durchsuchungen in den Geschäften der Handelskette „Guzel“, in den Lagern der Firma „KrimOpt“ sowie im Haus von Veliljajew in Bilohirsk durch. Nach den Durchsuchungen wurden Resul Veliljajew und der Direktor der Firma „KrimOpt“, Ali Barijew, festgenommen und heimlich aus dem besetzten Krim nach Moskau gebracht, wo sie im Untersuchungsgefängnis „Lefortowo“ untergebracht wurden. Gegen Veliljajew wurde ein Strafverfahren nach Teil 2 Artikel 238 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Herstellung, Lagerung oder Verkauf von Waren und Produkten, die nicht den Sicherheitsanforderungen entsprechen“) eingeleitet. Die formale Grundlage waren angeblich in den Geschäften gefundene Produkte mit abgelaufenem Verfallsdatum. Menschenrechtler und Vertreter der krimtatarischen Gemeinschaft erklärten jedoch, dass das Ausmaß der Sicherheitsoperation und die Verlegung in das FSB-Untersuchungsgefängnis „Lefortowo“ nicht den erhobenen Vorwürfen entsprachen und auf den politischen Charakter der Verfolgung hinwiesen.
Urteil: In offenen Quellen gibt es keine Informationen über ein Urteil gegen Resul Veliljajew. Fast ein Jahr lang befand er sich während der Voruntersuchung in Untersuchungshaft im Moskauer Gefängnis „Lefortowo“. Am 24. April 2019 wurde er gegen eine Ausreiseverpflichtung freigelassen. Nach seiner Freilassung blieb er in Moskau bis zum Abschluss der Ermittlungen.

Biografie
Festnahme: Am 26. April 2018 führten russische Sicherheitskräfte umfangreiche Durchsuchungen in den Geschäften der Handelskette „Guzel“, in den Lagern der Firma „KrimOpt“ sowie im Haus von Veliljajew in Bilohirsk durch. Nach den Durchsuchungen wurden Resul Veliljajew und der Direktor der Firma „KrimOpt“, Ali Barijew, festgenommen und heimlich aus dem besetzten Krim nach Moskau gebracht, wo sie im Untersuchungsgefängnis „Lefortowo“ untergebracht wurden. Gegen Veliljajew wurde ein Strafverfahren nach Teil 2 Artikel 238 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Herstellung, Lagerung oder Verkauf von Waren und Produkten, die nicht den Sicherheitsanforderungen entsprechen“) eingeleitet. Die formale Grundlage waren angeblich in den Geschäften gefundene Produkte mit abgelaufenem Verfallsdatum. Menschenrechtler und Vertreter der krimtatarischen Gemeinschaft erklärten jedoch, dass das Ausmaß der Sicherheitsoperation und die Verlegung in das FSB-Untersuchungsgefängnis „Lefortowo“ nicht den erhobenen Vorwürfen entsprachen und auf den politischen Charakter der Verfolgung hinwiesen.
Urteil: In offenen Quellen gibt es keine Informationen über ein Urteil gegen Resul Veliljajew. Fast ein Jahr lang befand er sich während der Voruntersuchung in Untersuchungshaft im Moskauer Gefängnis „Lefortowo“. Am 24. April 2019 wurde er gegen eine Ausreiseverpflichtung freigelassen. Nach seiner Freilassung blieb er in Moskau bis zum Abschluss der Ermittlungen.
Resul Veliljajew ist ein krimtatarischer Unternehmer, Mäzen und Aktivist, Inhaber der Handelskette „Guzel“ und der Firma „KrimOpt“, ehemaliger Abgeordneter des Obersten Rates der Autonomen Republik Krim und Delegierter des Kurultai des krimtatarischen Volkes. Er ist bekannt für seine wohltätige Tätigkeit: Er finanzierte soziale und kulturelle Projekte, unterstützte die krimtatarische Gemeinschaft, gründete die Bekir Çoban-zade Stiftung und finanzierte den Bau einer der größten Moscheen in Bilohirsk. Nach der Besetzung der Krim zog er sich aus der Politik zurück, setzte jedoch seine Geschäfts- und Wohltätigkeitsarbeit fort. Während seiner Inhaftierung wurde Veliljajew wiederholt im Moskauer Untersuchungsgefängnis festgehalten, und das Basmanny-Bezirksgericht in Moskau verlängerte mehrmals seine Haft. Anwälte betonten, dass ihm trotz Berichten in russischen Medien über angebliche Finanzierung extremistischer Aktivitäten offiziell nur Anklage nach Artikel 238 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation erhoben wurde. Das Menschenrechtsprojekt „Unterstützung politischer Gefangener. Memorial“ erkannte Resul Veliljajew als politischen Gefangenen an und betonte, dass die strafrechtliche Verfolgung ein Mittel war, um Druck auf den einflussreichen krimtatarischen Unternehmer und Mäzen auszuüben.
Menschenrechtler wiesen darauf hin, dass der Fall Veliljajew eines der bekanntesten Beispiele für die Nutzung strafrechtlicher Verfolgung zur Unterdrückung wirtschaftlich unabhängiger Vertreter der krimtatarischen Gemeinschaft war. Experten zufolge zielte die Verfolgung nicht nur darauf ab, einen der größten krimtatarischen Unternehmer zu treffen, sondern auch das System der wohltätigen Unterstützung von Familien politischer Gefangener, religiösen Gemeinschaften und gesellschaftlichen Initiativen, das er viele Jahre lang finanzierte, zu schwächen.
Resul Veliljajew ist verheiratet, hat Kinder und Enkelkinder. Seine Familie unterstützte ihn aktiv während seiner Inhaftierung, informierte die Öffentlichkeit über den Verlauf des Falls und nahm an Kampagnen zu seiner Unterstützung teil. In offenen Quellen wurde wiederholt betont, dass die Verfolgung von Veliljajew nicht nur für seine Familie, sondern auch für eine breite Gruppe von Menschen und wohltätigen Projekten, die er über viele Jahre unterstützt hatte, eine schwere Prüfung darstellte.
Verwendete Informationen aus offenen Quellen: Krim.Realii, Zentrum für investigativen Journalismus, Ukrainische Wahrheit, Islam in der Ukraine.
Foto: Zentrum für investigativen Journalismus.
Aktualisierungsdatum: 09.07.2026.