Schablij Glib
- Status
- Freigelassen
- Geschlecht
- Männlich
- Haftstatus
- Freigelassen
Festnahme: Im November 2016 wurde Glib in Sewastopol von Mitarbeitern des FSB der Russischen Föderation im Rahmen des sogenannten „Falls der Krim-Saboteure“ festgenommen. Die russische Seite behauptete, Schablij sei Mitglied einer „Sabotage- und Terrorgruppe der Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine“ gewesen, die angeblich Sabotageakte auf dem Gebiet der besetzten Krim vorbereitet habe. Zusammen mit ihm wurden zu verschiedenen Zeiten in diesem Fall Dmytro Schtyblikow, Oleksij Bessarbow, Wolodymyr Dudka, Oleksij Stohnij und andere ukrainische Staatsbürger festgenommen.
Während der Ermittlungen verzichtete der FSB auf die Vorwürfe der Sabotage- und Spionagevorbereitung. Stattdessen wurde Schablij die illegale Herstellung eines Sprengsatzes sowie der illegale Erwerb, Transport und die Lagerung von Sprengstoffen und eines Sprengsatzes vorgeworfen. Das Menschenrechtszentrum „Memorial“ erkannte Glib Schablij als politischen Gefangenen an und betonte, dass seine Verfolgung politisch motiviert war.
Urteil: Im November 2017 erklärte das von Russland kontrollierte Gagarinski-Bezirksgericht in Sewastopol Glib Schablij für schuldig gemäß Teil 1 Artikel 223.1 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („illegale Herstellung eines Sprengsatzes“) und Teil 1 Artikel 222.1 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („illegaler Erwerb, Transport und Lagerung von Sprengstoffen und eines Sprengsatzes“) und verhängte eine Strafe von 5 Jahren Freiheitsentzug in einer Strafkolonie des allgemeinen Regimes. Das Urteil enthielt keine Anklagen wegen Sabotage oder Spionage, obwohl gerade diese Behauptungen die Grundlage für seine Festnahme und die Informationskampagne des FSB bildeten.

Biografie
Festnahme: Im November 2016 wurde Glib in Sewastopol von Mitarbeitern des FSB der Russischen Föderation im Rahmen des sogenannten „Falls der Krim-Saboteure“ festgenommen. Die russische Seite behauptete, Schablij sei Mitglied einer „Sabotage- und Terrorgruppe der Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine“ gewesen, die angeblich Sabotageakte auf dem Gebiet der besetzten Krim vorbereitet habe. Zusammen mit ihm wurden zu verschiedenen Zeiten in diesem Fall Dmytro Schtyblikow, Oleksij Bessarbow, Wolodymyr Dudka, Oleksij Stohnij und andere ukrainische Staatsbürger festgenommen.
Während der Ermittlungen verzichtete der FSB auf die Vorwürfe der Sabotage- und Spionagevorbereitung. Stattdessen wurde Schablij die illegale Herstellung eines Sprengsatzes sowie der illegale Erwerb, Transport und die Lagerung von Sprengstoffen und eines Sprengsatzes vorgeworfen. Das Menschenrechtszentrum „Memorial“ erkannte Glib Schablij als politischen Gefangenen an und betonte, dass seine Verfolgung politisch motiviert war.
Urteil: Im November 2017 erklärte das von Russland kontrollierte Gagarinski-Bezirksgericht in Sewastopol Glib Schablij für schuldig gemäß Teil 1 Artikel 223.1 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („illegale Herstellung eines Sprengsatzes“) und Teil 1 Artikel 222.1 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („illegaler Erwerb, Transport und Lagerung von Sprengstoffen und eines Sprengsatzes“) und verhängte eine Strafe von 5 Jahren Freiheitsentzug in einer Strafkolonie des allgemeinen Regimes. Das Urteil enthielt keine Anklagen wegen Sabotage oder Spionage, obwohl gerade diese Behauptungen die Grundlage für seine Festnahme und die Informationskampagne des FSB bildeten.
Glib Schablij hat die verhängte Strafe vollständig verbüßt. Nach seiner Freilassung begleiteten ukrainische Konsuln in Nowosibirsk, Moskau und Minsk seine Rückkehr in die Ukraine. Am 5. März 2021 kehrte er in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet zurück.
Glib Schablij ist ukrainischer Staatsbürger und ehemaliger Soldat der ukrainischen Marine. Der Fall Glib Schablij ist Teil des sogenannten „Falls der Krim-Saboteure“, den der FSB nutzte, um ein Narrativ über angebliche Aktivitäten ukrainischer Sabotagegruppen auf der besetzten Krim zu schaffen. Die Ukraine und internationale Menschenrechtsorganisationen betrachteten die Verfolgung der Beteiligten dieses Falls als politisch motiviert.
Verwendete Informationen aus offenen Quellen: ZMINA, Krimtatarisches Ressourcen-Zentrum, KrimSOS, Radio Svoboda, Graty, TSN, Hromadske.
Foto: Graty.
Aktualisierungsdatum: 09.07.2026.