Rossichin Anatolij
- Status
- Inhaftiert
- Geschlecht
- Männlich
- Haftstatus
- Inhaftiert
Festnahme: In der Nacht zum 22. März 2025 führten russische Sicherheitskräfte gleichzeitig Durchsuchungen an mehreren Adressen durch und nahmen vier Familienmitglieder fest, die zuvor in Lwiw lebten: Tetjana Maljar, ihren Bruder Walentyn Maljar, ihren Sohn Anatolij Rossichin und ihre Tochter Olha Maljar.
Urteil: Stand 21.07.2026 gibt es keine Informationen über ein Urteil. Die Russische Föderation beschuldigt Anatolij Rossichin des sogenannten „Hochverrats“. Es ist bekannt, dass er in Haft ist und die Ermittlungen andauern. Menschenrechtsorganisationen betrachten den Fall als politisch motiviert.
Biografie
Festnahme: In der Nacht zum 22. März 2025 führten russische Sicherheitskräfte gleichzeitig Durchsuchungen an mehreren Adressen durch und nahmen vier Familienmitglieder fest, die zuvor in Lwiw lebten: Tetjana Maljar, ihren Bruder Walentyn Maljar, ihren Sohn Anatolij Rossichin und ihre Tochter Olha Maljar.
Urteil: Stand 21.07.2026 gibt es keine Informationen über ein Urteil. Die Russische Föderation beschuldigt Anatolij Rossichin des sogenannten „Hochverrats“. Es ist bekannt, dass er in Haft ist und die Ermittlungen andauern. Menschenrechtsorganisationen betrachten den Fall als politisch motiviert.
Anatolij Dmytrowytsch Rossichin wurde am 27. Oktober 1986 geboren. Vor seiner Festnahme lebte er in Jewpatorija. In öffentlichen Quellen fehlen Informationen über seinen Beruf, seine Ausbildung oder gesellschaftliche Aktivitäten. Menschenrechtsorganisationen weisen darauf hin, dass die Besatzungsbehörden kaum Informationen über ukrainische Zivilisten preisgeben, die aus politischen Gründen verfolgt werden.
In der Nacht zum 22. März 2025 führten FSB-Mitarbeiter der Russischen Föderation eine Reihe gleichzeitiger Durchsuchungen in Jewpatorija durch. Nach Abschluss der Durchsuchungen wurden vier Mitglieder einer Familie festgenommen, darunter Anatolij Rossichin. Laut Menschenrechtsorganisationen gaben die russischen Sicherheitskräfte den Angehörigen keine verständliche Erklärung für die Festnahme, und der Aufenthaltsort der Festgenommenen wurde lange Zeit geheim gehalten.
Später wurde bekannt, dass Anatolij Rossichin und andere Familienmitglieder im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in Simferopol festgehalten werden. Die russische Seite informierte lediglich über den Verdacht des „Hochverrats“, veröffentlichte jedoch keine konkreten Umstände des Falls oder Beweise, die solche Anschuldigungen rechtfertigen würden. Menschenrechtsorganisationen betonen, dass der Artikel über „Hochverrat“ in den letzten Jahren zunehmend von Russland zur Verfolgung ukrainischer Zivilisten in den besetzten Gebieten verwendet wird.
Menschenrechtsorganisationen weisen darauf hin, dass die Familie nach der Festnahme lange Zeit keine vollständigen Informationen über den Aufenthaltsort von Anatolij Rossichin und die Bedingungen seiner Haft hatte. Auch Informationen über den Fortgang der Ermittlungen bleiben verschlossen. Daher ist es unmöglich festzustellen, ob er vollen Zugang zu einem unabhängigen Anwalt, medizinischer Versorgung und regelmäßigem Kontakt mit seinen Angehörigen hat. Solche Umstände geben Anlass zur Besorgnis bei Menschenrechtsorganisationen, die Fälle von gewaltsamem Verschwindenlassen und illegaler Inhaftierung von Zivilpersonen in der besetzten Krim dokumentieren.
Stand 21. Juli 2026 hat die russische Seite nicht über den Abschluss der Ermittlungen oder die Übergabe des Falls an das Gericht informiert. In öffentlichen Quellen fehlen Informationen über ein Urteil oder die Freilassung von Anatolij Rossichin. Sein Fall bleibt ein Beispiel für die Verfolgung ukrainischer Zivilisten im vorübergehend besetzten Gebiet der Krim aufgrund fabrizierter Anschuldigungen des „Hochverrats“.
Verwendete Informationen aus öffentlichen Quellen: ZMINA, Projekt „Unterstützung für politische Gefangene. Memorial“, Suspilne Krim, Zentrum für journalistische Untersuchungen.
Aktualisierungsdatum: 21.07.2026.