Plachkov Oleh
- Status
- Inhaftiert
- Geschlecht
- Männlich
- Haftstatus
- Inhaftiert
Festnahme: Am 25. September 2023 wurde Oleh Plachkov von russischen Militärs festgenommen, nachdem seine Frau Tetyana Plachkova entführt worden war. Nach der Festnahme wurde er in einem Keller festgehalten, der von russischen Sicherheitskräften als illegales Gefängnis genutzt wurde.
Urteil: Bis zum 21. Juli 2026 gibt es keine Informationen über eine offizielle Anklage oder ein Urteil. Die russische Seite bestätigt den Aufenthaltsort nicht offiziell. Laut dem Krimtatarischen Ressourcen-Zentrum und der Familie befindet sich Oleh Plachkov in Isolationshaft — ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne Zugang zu einem Anwalt oder Angehörigen.

Biografie
Festnahme: Am 25. September 2023 wurde Oleh Plachkov von russischen Militärs festgenommen, nachdem seine Frau Tetyana Plachkova entführt worden war. Nach der Festnahme wurde er in einem Keller festgehalten, der von russischen Sicherheitskräften als illegales Gefängnis genutzt wurde.
Urteil: Bis zum 21. Juli 2026 gibt es keine Informationen über eine offizielle Anklage oder ein Urteil. Die russische Seite bestätigt den Aufenthaltsort nicht offiziell. Laut dem Krimtatarischen Ressourcen-Zentrum und der Familie befindet sich Oleh Plachkov in Isolationshaft — ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne Zugang zu einem Anwalt oder Angehörigen.
Oleh Yuriyovych Plachkov wurde am 15. Mai 1970 geboren. Vor der großangelegten russischen Invasion lebte er mit seiner Frau Tetyana in Melitopol, Region Saporischschja. Das Paar betrieb ein Familiencafé und war in der Gemeinde bekannt. Es gibt keine Informationen über politische oder militärische Aktivitäten von Oleh vor seiner Festnahme.
Nach der Besetzung von Melitopol durch russische Truppen blieb die Familie in der Stadt. Im September 2023 wurde Tetyana Plachkova von russischen Sicherheitskräften entführt. Kurz darauf wurde auch Oleh festgenommen. Laut dem Krimtatarischen Ressourcen-Zentrum wurden sie in benachbarten Zellen festgehalten und erlitten körperliche Gewalt und Misshandlungen.
Zeugenaussagen von Tochter Lyudmyla Melnikova und Menschenrechtsaktivisten berichten von Folter durch russische Sicherheitskräfte. Infolge der Misshandlungen starb Tetyana Plachkova in russischer Gefangenschaft. Ihr Tod wurde erst lange nach der Festnahme bekannt. Menschenrechtsaktivisten betrachten diesen Fall als eines der schwersten Beispiele für Folter an ukrainischen Zivilisten in besetzten Gebieten.
Nach dem Tod seiner Frau blieb der Aufenthaltsort von Oleh Plachkov lange unbekannt. Russische Behörden teilten der Familie mit, dass er „nicht auf den Listen steht“ und es „keine Ansprüche“ gegen ihn gebe. Gleichzeitig berichtete das Krimtatarische Ressourcen-Zentrum, dass er nach der verfügbaren Information nach besetztem Krim gebracht und in völliger Isolation gehalten wurde. Es gibt keinen Kontakt zu ihm, keine Korrespondenz ist möglich, und es gibt keine offizielle Bestätigung seines Aufenthaltsortes.
Oleh Plachkovs Tochter spricht öffentlich über die Verfolgung ihrer Familie und wendet sich an ukrainische Strafverfolgungsbehörden und internationale Institutionen, um den Aufenthaltsort ihres Vaters zu ermitteln. Sie hat auch DNA-Proben übergeben, um im Bedarfsfall sein Schicksal klären zu können. Menschenrechtsaktivisten betonen, dass das lange Verbergen von Informationen über den Aufenthaltsort einer Zivilperson eine grobe Verletzung des internationalen humanitären Rechts darstellt und als gewaltsames Verschwindenlassen qualifiziert werden kann.
Bis zum 21. Juli 2026 bleibt Oleh Plachkov unrechtmäßig inhaftiert. Es gibt keine Informationen über seinen offiziellen Verfahrensstatus, eine Anklageschrift oder ein Urteil. Sein Fall bleibt eines der tragischsten Beispiele für gewaltsames Verschwindenlassen von ukrainischen Zivilisten in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine.
Verwendete Informationen aus offenen Quellen: Krimtatarisches Ressourcen-Zentrum, Stadtrat von Melitopol, Vereinigung der Angehörigen der politischen Gefangenen des Kremls, Suspilne.
Foto: Krimtatarisches Ressourcen-Zentrum.
Aktualisierungsdatum: 21.07.2026.