Lizun Valeriy

Persönliche Akte

Lizun Valeriy

Status
Inhaftiert
Geschlecht
Männlich
Haftstatus
Inhaftiert

Festnahme: Im Oktober 2023 wurde der in Jalta lebende Valeriy Lizun von Mitarbeitern des FSB der Russischen Föderation festgenommen. Der Grund für die Verfolgung war der Vorwurf der angeblichen Zusammenarbeit mit ukrainischen Geheimdiensten. Laut russischer Ermittlung sollen Lizun und Dmytro Pastashchuk Informationen an Vertreter der ukrainischen Verteidigungskräfte übermittelt haben.

Urteil: Im Juli 2024 wurde Valeriy Lizun zu fünf Jahren Kolonie verurteilt, angeblich wegen der Übermittlung von Daten über die Lage auf der Halbinsel über einen Messenger. Experten sagen, dass die Anklage nicht genügend Beweise für ein so hartes Urteil enthält. Menschenrechtler sind der Meinung, dass die russischen Behörden solche Fälle nutzen, um den Eindruck einer ständigen „Sabotagegefahr“ in den besetzten Gebieten zu erzeugen. Solche Prozesse werden von einer aktiven Informationskampagne der russischen Staatsmedien begleitet, die die Festnahmen zeigen und die Version der Ermittlungen noch vor Beginn des Gerichtsverfahrens verbreiten. Dadurch verschwindet die Unschuldsvermutung faktisch, und die Angeklagten stehen unter starkem gesellschaftlichem und politischem Druck.

Biografie

Festnahme: Im Oktober 2023 wurde der in Jalta lebende Valeriy Lizun von Mitarbeitern des FSB der Russischen Föderation festgenommen. Der Grund für die Verfolgung war der Vorwurf der angeblichen Zusammenarbeit mit ukrainischen Geheimdiensten. Laut russischer Ermittlung sollen Lizun und Dmytro Pastashchuk Informationen an Vertreter der ukrainischen Verteidigungskräfte übermittelt haben.

Urteil: Im Juli 2024 wurde Valeriy Lizun zu fünf Jahren Kolonie verurteilt, angeblich wegen der Übermittlung von Daten über die Lage auf der Halbinsel über einen Messenger. Experten sagen, dass die Anklage nicht genügend Beweise für ein so hartes Urteil enthält. Menschenrechtler sind der Meinung, dass die russischen Behörden solche Fälle nutzen, um den Eindruck einer ständigen „Sabotagegefahr“ in den besetzten Gebieten zu erzeugen. Solche Prozesse werden von einer aktiven Informationskampagne der russischen Staatsmedien begleitet, die die Festnahmen zeigen und die Version der Ermittlungen noch vor Beginn des Gerichtsverfahrens verbreiten. Dadurch verschwindet die Unschuldsvermutung faktisch, und die Angeklagten stehen unter starkem gesellschaftlichem und politischem Druck.

Menschenrechtler betrachten den Fall von Valeriy Lizun auch im Kontext einer breiteren Kampagne der Verfolgung von Krimbewohnern wegen Kontakten zur Ukraine. Nach 2022 hat die Zahl der Strafverfahren in besetztem Krim wegen Hochverrats, Spionage, Terrorismus und Sabotage erheblich zugenommen. Viele solcher Fälle werden auf der Grundlage privater Korrespondenz, sozialer Medienkontakte oder Vorwürfen der Informationsübermittlung über die Bewegungen russischer Truppen eingeleitet.

Verwendete Informationen aus offenen Quellen: ZMINA, Ukrinform, Krym.Realii.

Aktualisierungsdatum: 18.07.2026.