Grekova Nadiya
- Status
- Inhaftiert
- Geschlecht
- Weiblich
- Haftstatus
- Inhaftiert
Festnahme: Am 6. Februar 2024 ereignete sich eine Explosion in einem Mehrfamilienhaus im besetzten Sewastopol. Zunächst erklärte die Besatzungsbehörde, es handle sich um eine Gasexplosion, später jedoch gab der FSB der Russischen Föderation bekannt, dass es sich angeblich um einen Anschlag auf einen Offizier der russischen Schwarzmeerflotte handelte. Nadiya Grekova wurde festgenommen und wegen Hochverrats (Art. 275 StGB RF), eines terroristischen Akts (Abs. 3 Art. 205 StGB RF), der Ausbildung zur Durchführung terroristischer Aktivitäten (Art. 205.3 StGB RF) und des illegalen Besitzes von Sprengstoffen (Abs. 4 Art. 222.1 StGB RF) angeklagt. Laut russischer Ermittlungen handelte sie angeblich im Auftrag ukrainischer Geheimdienste. Menschenrechtsorganisationen betonen, dass das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand und die Beweise nicht unabhängig überprüft werden können.
Urteil: Am 30. Juli 2025 verurteilte das Südliche Militärbezirksgericht in Rostow am Don Nadiya Grekova zu 22 Jahren Haft in einer Strafkolonie des allgemeinen Regimes. Dies ist eines der härtesten Urteile, das einer ukrainischen Zivilistin während des gesamten Krieges auferlegt wurde. Nach dem Urteil wurde sie in die Strafkolonie Nr. 7 in der Republik Burjatien (RF) überführt.

Biografie
Festnahme: Am 6. Februar 2024 ereignete sich eine Explosion in einem Mehrfamilienhaus im besetzten Sewastopol. Zunächst erklärte die Besatzungsbehörde, es handle sich um eine Gasexplosion, später jedoch gab der FSB der Russischen Föderation bekannt, dass es sich angeblich um einen Anschlag auf einen Offizier der russischen Schwarzmeerflotte handelte. Nadiya Grekova wurde festgenommen und wegen Hochverrats (Art. 275 StGB RF), eines terroristischen Akts (Abs. 3 Art. 205 StGB RF), der Ausbildung zur Durchführung terroristischer Aktivitäten (Art. 205.3 StGB RF) und des illegalen Besitzes von Sprengstoffen (Abs. 4 Art. 222.1 StGB RF) angeklagt. Laut russischer Ermittlungen handelte sie angeblich im Auftrag ukrainischer Geheimdienste. Menschenrechtsorganisationen betonen, dass das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand und die Beweise nicht unabhängig überprüft werden können.
Urteil: Am 30. Juli 2025 verurteilte das Südliche Militärbezirksgericht in Rostow am Don Nadiya Grekova zu 22 Jahren Haft in einer Strafkolonie des allgemeinen Regimes. Dies ist eines der härtesten Urteile, das einer ukrainischen Zivilistin während des gesamten Krieges auferlegt wurde. Nach dem Urteil wurde sie in die Strafkolonie Nr. 7 in der Republik Burjatien (RF) überführt.
Nadiya Serhijivna Grekova wurde am 12. Februar 1986 geboren. Sie ist ukrainische Staatsbürgerin, wohnhaft in Sewastopol, professionelle Fotografin, Sportlerin und Mutter von zwei Söhnen. Laut ihren Freunden war sie in der Stadt als kreative Persönlichkeit bekannt und nahm aktiv am Sportleben teil. Vor der strafrechtlichen Verfolgung gab es in offenen Quellen keine Informationen über ihre Beteiligung an gewalttätigen Aktivitäten.
Nach der Festnahme wurde Nadiya in der besetzten Krim inhaftiert und später nach Rostow am Don verlegt. Der Gerichtsprozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, was die Möglichkeiten einer unabhängigen Kontrolle erheblich einschränkte. Die Intransparenz des Verfahrens und der fehlende Zugang zu den Verfahrensunterlagen sind Hauptgründe, warum Menschenrechtsorganisationen weiterhin internationalen Überwachung dieser Angelegenheit fordern.
Während des Gerichtsverfahrens behauptete die russische Seite, Nadiya Grekova habe angeblich im Auftrag ukrainischer Geheimdienste gehandelt und an der Vorbereitung der Explosion teilgenommen, bei der ein Offizier der russischen Schwarzmeerflotte ums Leben kam. Unabhängige Menschenrechtsorganisationen weisen jedoch darauf hin, dass der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, die Unterlagen der Strafsache für die Öffentlichkeit unzugänglich waren und daher die Begründetheit der Anklagen nicht überprüft werden kann. Aufgrund der fehlenden Offenheit und unabhängigen Kontrolle ruft der Fall ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Einhaltung des Rechts auf ein faires Verfahren hervor.
Stand 9. Juli 2026 verbüßt Nadiya Grekova weiterhin unrechtmäßig ihre Strafe in der Russischen Föderation. Menschenrechtsorganisationen bestehen auf der Notwendigkeit einer internationalen Überwachung ihres Falls, der Gewährleistung des Rechts auf ein faires Verfahren und der Freilassung aller ukrainischen Bürger, die aus politischen Gründen festgehalten werden.
Verwendete Informationen aus offenen Quellen: Suspilne Krim, ZMINA, Medieninitiative für Menschenrechte (MIPL), Zentrum für Bürgerfreiheiten.
Foto: Suspilne Krim.
Aktualisierungsdatum: 09.07.2026.