Domtschenko Ihor

Persönliche Akte

Domtschenko Ihor

Status
Inhaftiert
Geschlecht
Männlich
Haftstatus
Inhaftiert

Festnahme: Am 15. Mai 2026 wurde seine Festnahme durch Mitarbeiter des Föderalen Sicherheitsdienstes Russlands im besetzten Sewastopol bekannt. Laut Informationen der russischen Sicherheitsbehörden wurde ein Strafverfahren wegen Kommentaren eingeleitet, die Ihor Domtschenko angeblich in Telegram-Chats hinterlassen hatte.

Urteil: Bis zum 18. Juli 2026 liegt kein Urteil vor. Gegen Ihor Domtschenko wurde ein Strafverfahren nach Teil 2 Artikel 280 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Öffentliche Aufrufe zur Durchführung extremistischer Aktivitäten unter Nutzung des Internets“) eingeleitet. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Biografie

Festnahme: Am 15. Mai 2026 wurde seine Festnahme durch Mitarbeiter des Föderalen Sicherheitsdienstes Russlands im besetzten Sewastopol bekannt. Laut Informationen der russischen Sicherheitsbehörden wurde ein Strafverfahren wegen Kommentaren eingeleitet, die Ihor Domtschenko angeblich in Telegram-Chats hinterlassen hatte.

Urteil: Bis zum 18. Juli 2026 liegt kein Urteil vor. Gegen Ihor Domtschenko wurde ein Strafverfahren nach Teil 2 Artikel 280 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation („Öffentliche Aufrufe zur Durchführung extremistischer Aktivitäten unter Nutzung des Internets“) eingeleitet. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Ihor Domtschenko ist ukrainischer Staatsbürger und Bewohner des vorübergehend besetzten Sewastopols. Zum Zeitpunkt der Festnahme war er 59 Jahre alt. In öffentlichen Quellen fehlen bestätigte Angaben zu seinem Geburtsdatum, seiner Ausbildung, beruflichen Tätigkeit oder seinem Familienstand.

Am 15. Mai 2026 wurde seine Festnahme durch Mitarbeiter des Föderalen Sicherheitsdienstes Russlands im besetzten Sewastopol bekannt. Laut Informationen der russischen Sicherheitsbehörden wurde ein Strafverfahren wegen Kommentaren eingeleitet, die Ihor Domtschenko angeblich in Telegram-Chats hinterlassen hatte. Die russische Seite behauptet, diese Nachrichten hätten zu Gewalt gegen Russen und russischsprachige Personen aufgerufen. Eine unabhängige Bestätigung dieser Behauptungen oder Zugang zu den Akten liegt nicht vor.

Laut den Besatzungsbehörden wurde in dem Fall eine linguistische Expertise durchgeführt, woraufhin ein Strafverfahren wegen öffentlicher Aufrufe zu extremistischer Tätigkeit gegen Ihor Domtschenko eingeleitet wurde. Öffentliche Quellen enthalten keine Informationen darüber, ob er einen unabhängigen Anwalt hatte, ob er seine Schuld anerkennt und unter welchen Bedingungen er nach der Festnahme festgehalten wird.

Das Krimtataren-Ressourcenzentrum hat die Informationen über die Festnahme von Ihor Domtschenko in das monatliche Monitoring der Menschenrechtsverletzungen auf der besetzten Krim aufgenommen. Menschenrechtsaktivisten weisen darauf hin, dass die Russische Föderation weiterhin Strafartikel über „Extremismus“ gegen Bewohner der besetzten Halbinsel wegen Äußerungen in sozialen Netzwerken und Messengern anwendet. Solche Strafverfahren werden regelmäßig in Berichten über Menschenrechtsverletzungen auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Krim dokumentiert.

Bis zum 18. Juli 2026 gibt es keine Informationen über die Übergabe des Falls an das Gericht oder die Anberaumung einer Gerichtsverhandlung. Auch gibt es keine veröffentlichten Daten über den Aufenthaltsort von Ihor Domtschenko, seinen Gesundheitszustand oder die Möglichkeit, Kontakt mit seiner Familie zu halten. Aufgrund des geschlossenen Charakters solcher Strafverfahren ist eine unabhängige Überprüfung der Umstände des Falls erheblich erschwert.

Verwendete Informationen aus öffentlichen Quellen: Krimtataren-Ressourcenzentrum, QIRIM.News.

Aktualisierungsdatum: 18.07.2026.